Oper von Georges Bizet in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Hunderte Hüte und Blumen fliegen in die Luft, wenn der Chor den Einzug der Stierkämpfer in die sommerliche Arena von Sevilla besingt. Das hört man auch in der Musik, denn Georges Bizet schafft es in, seinem Meisterwerk „Carmen“ eine unglaubliche Plastizität, Dichte und Spannung in den Chorszenen zu erzeugen – und nicht nur dort.
Im für das Pariser Publikum um 1875 archaischen und exotischen Andalusien entfaltet sich die tragische Geschichte um eine verführerische und freiheitsliebende Roma namens Carmen. Sie arbeitet in einer Zigarettenfabrik und hilft Schmugglern dabei, sich im andalusischen Gebirge vor den spanischen Behörden zu verstecken. Der Sergeant Don José erliegt ihren Reizen und verlässt seine Verlobte Michaëla. Doch schon bald verliert Carmen ihr Interesse an José und wendet sich dem Stierkämpfer Escamillo zu. Das Drama beginnt.
Die „Habanera“ und die mitreißende „Toreador“-Arie sind nur zwei der vielen weltberühmten Titel aus diesem Meisterwerk. Obwohl formal eine Opéra-comique mit gesprochenen Dialogen stellt „Carmen“ durch ihre realistische Handlung und die Darstellung einer selbstbestimmten Frau einen Bruch mit dieser Operngattung dar. Auf der Bühne mussten im 19. Jahrhundert freiheitsliebende Frauen wie „Die Kameliendame“ mit einer Krankheit gestraft sein und am Ende eines Stückes sterben, damit die patriarchale Ordnung nicht in Frage gestellt wurde.
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