Vernissage am 13.09.2026, 11 Uhr, Roter Saal, Schloss Donzdorf
Christine Gläser
1953 in Göppingen geboren
1973-80 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei den Professoren Grau, Michou und Mansen.
1976 1. Preis für Malerei beim Akademie Wettbewerb Stuttgart
1980 Förderpreis der Künstlergilde Ulm
1982 Stipendium der Kunststiftung Baden- Württemberg
1985 Kunstpreis der Sparkasse Esslingen
1987-92 Lehrauftrag am Institut für Bildende Künste Universität Karlsruhe
1990 Stipendium des Landes Baden- Württemberg für die Casa Baldi, Olevano Romane, Italien.
2008/11 Gastatelier der Kunststiftung Baden- Württemberg in Berlin
2024 Am 14.Januar verstarb Christine Gläser in Stuttgart
FarbRaumBilder und Papierarbeiten
Christine Gläser war ganz Malerin. Farbe und Form waren ihre Sprache – kräftig und zart zugleich, frei schwebend und doch gebändigt im Dialog miteinander. Flächen überlagerten sich, verschränkten, lösten sich wieder – aus dieser Bewegung wuchsen Räumlichkeit und Spannung. Gläser erforschte die Kräfte im Bild, suchte das Gleichgewicht zwischen Impuls und Ruhe, oft bestimmt von einer dominanten Farbe oder Geste. Ihre Kompositionen wirkten spontan und waren doch von feinem Gespür getragen; durchscheinende Schichten erzählten vom Prozess des Malens als Zwiegespräch zwischen Künstlerin und Bild. Farben, Formen und Richtungen wurden zu Partnern, Rinnsale und Spuren zu Zeugnissen des Werdens. In ihren späten Scherenschnitten aus Graupappe setzte Gläser das malerische Prinzip in den Raum fort – suchend, tastend, ohne Entwurf, auf der steten Reise zu einer Balance zwischen Farbe, Form und Raum.