Eine Höhlenforscherin steigt allein in ein weitverzweigtes Höhlensystem hinab.
Ein Unwetter setzt den Schacht unter Wasser der Rückweg ist abgeschnitten. Eingeschlossen in der Tiefe, mit schwindenden Vorräten und nachlassender Energie, beginnt ein gefährlicher Ausnahmezustand: Kälte, Dunkelheit und Hunger lassen Realität, Traum und Halluzinationen in einander gleiten.
In dieser Grenzsituation "antwortet" die Höhle: Schatten werden zu Gestalten, Geräusche zu stimmen. Eine uralte Figur - ein "Alter", ein Mensch aus der Frühzeit scheint zu ihr zu sprechen und erzählt die lange Geschichte des Feuers. Von den ersten Blitzen, den gefürchteten Feuertieren und dem Moment, in dem die Menschen lernten, die Flammen zu bändigen. Vom Schutz vor Raubtieren und der Wärme der Nacht, aber auch von den ersten Verteilungskämpfen und das Feuer, von Raub, Krieg und dem süßen Rausch der Macht.
Während die Höhlenforscherin immer tiefer in die Dunkelheit und in ihre eigene Erschöpfung rutscht, spannt der alte den Bogen bis in unsere Gegenwart. Feuer wird zur Energie, zum Motor der Zivilstation und zugleich zur Grundlage neue Abhängigkeiten und Kriege. Aus Lagerfeuern werden Fabrikschlote, Motoren, Bomben. Die Menschheit wird stärker, schneller, zahlreicher und gleichzeitig hungriger nach immer mehr. Der Anfang war das Feuer ist eine Paläo-Fiction über den Werdegang des Feuers und unsere Geschichte mit ihm. Wie es uns wärmer, sicherer und mächtiger gemacht hat und wie wir heute an den Grenzen dieses Wachstums angekommen sind.
Zwischen Höhlenwand und Videoprojektion, zwischen Live-Stimme und Kopfhörer-Klang entsteht ein intensives Kammerspiel über Angst und Sehnsucht, Macht und Verletzlichkeit und über die Frage, wie wir mit dem Feuer weiterleben wollen, dass wir selbst entfacht haben.
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