Mit dem 1798 entstandenen Oratorium „Die Schöpfung“ feierte Joseph Haydn auf der Grundlage des biblischen Schöpfungsberichts die Schönheit und den Reichtum der Natur.
Inspiriert zu diesem Werk wurde Joseph Haydn, als er bei seinen England-Aufenthalten zu Beginn der 1790er Jahre die Oratorien von Georg Friedrich Händel in großer Besetzung hörte. Die Arbeit an seinem großen Oratorium empfand er als eine zutiefst religiöse Erfahrung, zugleich brachte sie ihn an den Rand der Erschöpfung und er erkrankte nach der Uraufführung für längere Zeit. Voraufführungen am 29. und 30. April 1798 vor einer geschlossenen Gesellschaft riefen ein so großes Interesse hervor, dass Gendarmen den Weg zum Konzertsaal freihalten mussten. Die Uraufführung am 19. März 1799 im alten Burgtheater Wien wurde ebenso ein grandioser Erfolg.
Beeindruckend ist das große Klangvolumen des Werks, das mit drei Gesangssolisten, einem großen spätklassischem Orchester und einem großen gemischten Chor besetzt ist. Der Oratorienchor Ellwangen hat eine besondere Verbindung zu diesem Oratorium: War es doch seine erste Aufführung nach der Corona-Pandemie, in der monatelang um den Fortbestand des Chors gebangt werden musste. Die Kraft der Hoffnung, von der Haydns Schöpfung zentral getragen wird, inspiriert den traditionsreichen Chor seither in besonderer Weise. In Verbindung mit der GAIA-Installation, die sowohl die Schönheit als auch die Verletzlichkeit unseres Planeten eindrucksvoll veranschaulicht, gewinnt sie eine weitere, tiefere Dimension.
Mit dem Oratorienchor musizieren die Solisten Tabea Schmidt (Sopran), Christian Wilms (Tenor), Daniel Raschinsky (Bariton) und das Orchester l’Arpa festante. Die Leitung hat Mirjam Scheider.
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