Museumsleiterin Dinah Rottschäfer gibt Einblicke in die aktuelle Sonderausstellung und das seit 1970 entstandene Werk Roland Bauers.
Bauers Fotografien erzählen von Menschen, ihrem Alltag und ihren Arbeitswelten. Ob bäuerliche Lebensformen, Handwerk oder besondere Orte – seine Bilder entstehen aus Nähe, Vertrauen und genauer Beobachtung. Ein wichtiger Ausgangspunkt seines Werks liegt im Hohenloher Weiler Winterberg, wo Bauer während seines Studiums ab 1978 die Geschwister Kathe und Gottfried Wendel fotografisch begleitete. Die Ausstellung zeigt frühe Arbeiten aus Winterberg und Hohenlohe ebenso wie Bauers intensive Beschäftigung mit dem Handwerk vergangener Tage, stets mit seinem unverwechselbaren Blick auf verschwundene Berufe und Lebensweisen. Erstmals öffentlich präsentiert werden außerdem Fotografien aus der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall aus der Zeit um 1990. Ergänzt wird die Ausstellung durch Begegnungen mit Künstlern wie Christo und Jeanne-Claude sowie durch aktuelle Arbeiten, etwa zur Kochertalbrücke. Die Führung bietet auch Einblicke in den Auswahlprozess der Bilder und das Entstehen dieser Sonderausstellung.
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