Jörg Schleyer war 23 Jahre alt war, als sein Vater Hanns-Martin Schleyer am 05.09.1977 von der RAF entführt wurde. Die Linksterroristen forderten von der Bundesregierung, elf inhaftierte RAF-Mitglieder freizulassen.
Es folgten Wochen der Unsicherheit im Deutschen Herbst: die Geiselnahme der Lufthansa-Maschine Landshut; eine harte und ablehnende Haltung des Krisenstabes um Bundeskanzler Schmidt zur Freilassung von RAF-Mitglieder im Austausch gegen Hanns-Martin Schleyer. Dagegen versuchte Familie Schleyer beim Bundesverfassungsgericht vorzugehen - und mit Lösegeld eigene Wege zu finden. Beides letztlich erfolglos. Nach der Stürmung der "Landshut" in Mogadischu durch die GSG9 sowie dem daraufhin verübten Selbstmord von Baader, Ensslin und Raspe in Stammheim wurde Schleyer nach 43 Tagen von einem RAF-Kommando e ermordet. Am 19.10.1977 wurde seine Leiche in Mülhausen gefunden.
Im Gespräch mit VHS-Geschäftsführer Marcel Miara erinnert sich Jörg Schleyer an diese Zeit - und beleuchtet ganz persönlich Geschichte, Erinnerung und Aufarbeitung des RAF-Mordes an seinem Vater. Dabei wird auch sein Treffen mit der Ex-Terroristin Silke Maier-Witt im Fokus stehen, um herauszufinden: Wer genau waren die Täter? Wie genau starb Hanns-Martin Schleyer, und wie erlebte er seine letzten Stunden?
Zur Person: Jörg Schleyer ist Sohn des von der RAF ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer.
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