Inklusives Theaterstück mit Bürger*innenbeteiligung.
Im September 1726 wütete in Reutlingen ein Feuer. Drei Tage leuchtete die Stadt heller als der Tag, 1200 Familien verloren ihr Zuhause. Der Brand vernichtete Wohnhäuser, öffentliche Gebäude, Gewissheiten, Erinnerungen. Doch ebenso wie Feuer brennt, verzehrt, verschlingt, so leuchtet, strahlt und wärmt es. In den Flammen liegen Tod und Wiedergeburt ganz nah beieinander: Asche nährt den Erdboden, gerade nach dem verheerendsten Brand – und mit einem Mal sprießt ein Keim aus dem Staub. So hat auch der Reutlinger Stadtbrand im gesamten Umland eine Welle der Empathie und tatkräftigen Hilfsbereitschaft ausgelöst, dank derer der Wiederaufbau der Stadt gemeinsam geschafft werden konnte.
Reutlinger Bürger*innen aller Altersgruppen, mit und ohne Behinderung entwickeln zum 300. Jahrestag des Reutlinger Stadtbrandes eine Inszenierung, die erinnert, nach vorne schaut, assoziiert und das Thema Feuer aus allen (un)sichtbaren Richtungen beleuchtet. Unter der Leitung von Regisseur Enrico Urbanek sowie Choreograf und Tänzer Johannes Blattner entsteht erstmals an der Tonne ein inklusives Theaterstück mit Bürger*innenbeteiligung, das spartenübergreifend Sprechtheater und Choreografie miteinander vereint.