Erleben Sie die brillante Geigerin Moë Dierstein, Preisträgerin des Deutschen Musikwettbewerbs 2025, im krönenden Finale unserer Reihe. Die 2005 in eine deutsch-japanische Musikerfamilie geborene Nachwuchskünstlerin begann mit drei Jahren ihren Geigenunterricht und studiert heute bei Antje Weithaas in Berlin und wird ihr Debütalbum 2026 bei GENUIN Classics veröffentlichen. Sie spielt eine Violine von Camillus Camilli (Mantua 1742) aus dem Besitz der Deutschen Stiftung Musikleben. Ihre künstlerische Entwicklung zeichnet sich durch bedeutende Auszeichnungen und internationale Auftritte aus – ein musikalisches Ereignis, das Sie nicht verpassen sollten.
Und so wird dieser Abend klingen: Vier Jahrhunderte, ein Dialog über den Wandel der Spuren der Zeit: J.S.Bachs Partita in d-Moll bildet den Ursprung, der Tod, Auferstehung und Glaube in Töne fasst. Die bedeutungsvolle Ciaccona ist ein Werk voller „tiefsten Gedanken und gewaltigsten Empfindungen“, wie es einst J.Brahms formulierte. Iris Szeghy antwortet mit ihrer eigenen „Ciaccona“, eine zeitgenössische Reflexion, in der Erinnerungen, Motive und Klang langsam zerfallen, aufgebrochen und neu geformt werden. Hingegen führt H.I.Bibers „Passacaglia“ mit dem Beinamen „Schutzengelsonate“ zurück zu den Anfängen der Solo-Literatur für Violine, in der sich Virtuosität und barocke Frömmigkeit begegnen. Eugène Ysaÿes Sonate Nr. 5 verleiht der Violine eine andere Art von Freiheit: in der „L‘Aurore“ erzählt er von Natur, Bewegung und Licht, das sich langsam entfaltet und zur Musik wird. Bachs Erbe bleibt auch bei Ysaÿe hörbar, doch füllt er barocke Strukturen und Motive mit dem Klang und Geist des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein vielschichtiger Dialog über Zerfall und Rückkehr, Wandel und Gleichbleiben.
Gefördert durch den Deutschen Musikwettbewerb, ein Projekt des Deutschen Musikrats