1991, vor 35 Jahren, waren Attwenger im club w71. Ein unglaubliches Duo mit einer elektrisch verstärkten Ziehharmonika, Schlagzeug und (Sprech-)Gesang im Dialekt.
Ausgangspunkt ihrer Musik war die oberösterreichische Volksmusik wie Polkas, aber mit einer ganz anderen Haltung gespielt: Punk und Rap waren als Einflüsse unüberhörbar.
Der musikalische Kosmos der Attwenger von heute geht weit darüber hinaus. Attwenger verstecken hinter ihrer ganz eigenen Traditions-Entfremdung ein popkulturelles Universum, das von Rock’n'Roll und Polka bis zu Trip-Hop und Techno reicht. Von zweiminütigen Song-Miniaturen bis zu zwanzig Minuten dauernden Hypno-Schleifen ist alles drin. Man muss sie live gesehen haben, um die ganze Bandbreite ihrer musikalischen Magie zu verstehen und ihren speziellen Groove zu spüren.
Attwenger kombinieren Elemente traditioneller Musik mit Punkrock, Trap, Hip-Hop, Techno, Dub und Rockabilly. Ihr minimalistisches Konzept hat schon lange nicht mehr viel mit Folklore zu tun, die Ausrichtung ihrer Musik ist vielmehr internationalistisch, die Texte groovig, crazy, mentalitätskritisch oder wie die Süddeutsche Zeitung formulierte: Hochwertiger Wahnsinn im Dialekt. In derselben Zeitung wurden Attwenger als virtuose Rabauken bezeichnet, die blitzgescheite Musik machen, die den Arsch zum Wackeln bringt. Hans-Peter Falkner (elektrische Knopfharmonika, Gesang) und Markus Binder (Schlagzeug, Elektrobeats, Maultrommel, Gesang) gründeten ihr Duo Anfang der Neunziger und haben es nie darauf angelegt, den Mainstream zu erobern, sondern ihre spezielle Mischung der unterschiedlichsten Zutaten beständig weiter zu entwickeln. Ohne Attwenger wärs enger, doch sie bleiben e noch länger.
Schön so, und noch schöner, dass sie mal wieder in Weikersheim vorbeischauen!
Info
Google
Yahoo
Outlook
ical