Leibssle, schicksalsgetroffener Träger des Babyboomer-Gütesiegels, zeigt in seinem neuen Programm „Irgendebber sodd!“ eine Mischung aus Erinnerungsarchäologie, gesellschaftlichem Zynismus und feiner Beobachtungsgabe.
Mit scharfem Witz, trockenem Sarkasmus und der Lebenserfahrung von jemandem, der noch weiß, wie sich eine Fahrt mit der Großfamilie im VW Käfer ohne Kindersitz und Navi nach Jesolo anfühlt, inspiziert er das Heute im Laternenschein eigener frühen Erfahrungen.
Und kommt dabei gehörig ins Straucheln. Zwar zieht unser Boomer zum einen den guten alten Mettigel jedem neuzeitlich veganen AlgenWrap vor, erinnert sich aber zum anderen mit Schlottern an seine wochenlange Überzeugungskopfstände bis zur Eroberung der Gattin, wo heute ein „Like“ reicht. Könnte man nicht alle Nachteile vergessen und alle Vorteile bündeln? Leibssle weiß auch nicht wie und wer, er weiß nur: „Irgendebber sodd.“
Als Ergebnis erwartet den Besucher ein ironischer Parforceritt durch fünf Jahrzehnte des Fortschritts, von „Disco 71“ bis Stuttgart 21. Knitz, authentisch und saukomisch. Ein Ein-Personenstück zwischen Kabarett, Comedy und Theater.
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