Im Rahmen der „Retour de Paris Nr.102“ Reihe präsentiert Natalia Schmidt das multidisziplinär angelegte Projekt „Ékécheiria“ (griechisch Waffenruhe) (2022 – ongoing). In kollaborativen Formaten wird über die immateriellen Folgen von Gewalt, Krieg und Frieden nachgedacht und kollektives Trauma als potentiell verbindende Kraft (eines gesellschaftlichen Neuanfangs) gedeutet.
„Echo(s)“ bildet das zweite Kapitel des Projektes und umkreist die Idee des olympischen Friedens. Die Folgen vergangener und gegenwärtiger kollektiver Traumatisierungen und deren Einschreibungen in Körper stehen im Zentrum: Wie können diese in Zukunftsperspektiven ‚echter Solidarität, Fürsorge und Gemeinschaft‘ choreografiert werden?
Natalia Schmidt (*München) ist eine multidisziplinäre Künstlerin. Bis 2017 studierte sie Medienkunst und Szenografie an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Zuvor Studium der Kunstwissenschaft, Philosophie und Kulturwissenschaften in Karlsruhe und Berlin. Daneben ist sie als Autorin und Kuratorin tätig. Seit 2013 konzentriert sie sich primär auf ihre künstlerische, recherchebasierte Praxis. Dabei stellt sie den dokumentarischen und ethischen Wert des Bildes ins Zentrum eines erweiterten Fotografiebegriffs, der auch skulpturale und musikalische Interpretationen erfährt. Ihre Arbeiten sind konzeptuell und prozessorientiert angelegt und basieren oftmals auf Langzeitrecherchen und -beobachtungen, wobei die Wahl des künstlerischen Mediums bei der visuellen bzw. räumlichen Umsetzung ihrem konzeptuellen Anliegen entspringt. 2019 trat sie eine vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) geförderte Recherchereise nach Namibia an und erhielt ein Stipendium der Cité Internationale des Arts in Paris. Ihre Recherchen zu Namibia und der deutschen Munitionsproduktion waren unter anderem in der Ausstellung Mindbombs. Visuelle Kulturen der Gewalt (Kunsthalle Mannheim) zu sehen, sowie 2023 in der Ava Gallery, Kapstadt in Südafrika.
Die Reihe:
Seit 1986 bietet das Institut français Stuttgart Stipendiat*innen der Cité Internationale des Arts –
es handelt sich dabei um ein vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg gefördertes Projekt – nach deren Rückkehr aus Paris die Gelegenheit, eine Auswahl ihrer dort entstandenen Arbeiten zu präsentieren. Damit soll ihnen ermöglicht werden, einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, inwiefern der Aufenthalt in Paris sich auf die Entwicklung ihres künstlerischen Schaffens auswirkte.
Vernissage: Do 5.03., 19:30 Uhr
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