Daniel Bullinger, Oberbürgermeister von Schwäbisch Hall
Kerstin Schelkle, Erste Vorsitzende Aki
Menschen lassen sich in der Trauer tätowieren. Sogar Menschen, die vorher Tattoos verweigernd oder gar ablehnend gegenüberstanden. Unsere Haut als Gefühlslandschaft. Ein Handabdruck, die letzten Worte aus dem Abschiedsbrief, eine Kinderzeichnung, ein besonderer Schriftzug, ein Symbol. Ob Mann oder Frau. Jung oder Alt. Das Tattoo ist ein Statement für immer, denn Trauer geht nicht vorbei. Sie verändert sich und sucht nach individuellem Ausdruck. Trauer will gesehen werden. Diesem Anliegen sind die Initiatorinnen, Fotografin Stefanie Oeft-Geffarth und Trauerbegleiterin Katrin Hartig, in dem persönlich engagierten Projekt nachgegangen.
„Ich wollte etwas, was ich immer bei mir trage", so begründet Gela ihre Entscheidung für ein Tattoo nach dem plötzlichen Tod ihres Sohnes. „Es ist die nach außen getragene Verbindung zu meiner Mama", sagt die 23-jährige Jennifer im Interview.
Ein Name, den man nie vergessen will! Ein Datum, das immer bleibt! Weil sie sich für immer an einen geliebten, verstorbenen Menschen erinnern wollen, lassen sich viele Menschen in ihrer Trauer ein Tattoo stechen.
Das Tattoo kann Liebeserklärung und Brücke zum Verstorbenen sein, wie für den 51-jährigen Jürgen: „Unsere Trauer hat uns ja auch dahin geführt, dass sich unsere Meinung über Tattoos komplett geändert hat", sagt der um seine Tochter trauernde Vater.
Öffnungszeiten der Ausstellung (bis 7. Juli 2026):
dienstags und donnerstags 15:00–17:00 Uhr
sowie sonntags 14:00–17:00 Uhr
Gruppenbesuche außerhalb der Öffnungszeiten nach
Terminvereinbarung unter info(@)kinderhospiz-sha.de
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