Da Joseph Beuys die Leitidee der Sozialen Plastik sowie die kulturelle Arbeit des Gleis1-Gründers Hans A. Graef entscheidend geprägt hat, wird seinem Wirken mit dieser Veranstaltung in besonderer Weise gedacht.
Der deutsche Aktionskünstler, Bildhauer und Kunsttheoretiker verstarb am 23. Januar 1986 in Düsseldorf. Sein Schaffen widmete sich zentralen Fragen der Sozialphilosophie, des Humanismus und der Anthroposophie. Er prägte maßgeblich den Begriff der „erweiterten Kunst“ und gilt als einer der bedeutendsten Aktionskünstler des 20. Jahrhunderts. Mit der Idee der Sozialen Plastik verstand Beuys Kunst als gesellschaftsverändernde Kraft. Sein Werk umfasst Skulpturen, Installationen, Performances und Aktionen, die sich intensiv mit Politik, Gemeinschaft und Natur auseinandersetzen.
In seiner Würdigung wird Hans A. Graef die künstlerische und gesellschaftliche Bedeutung dieses Jahrhundertkünstlers beleuchten und der Frage nachgehen, welche Verantwortung Kunstschaffende – damals wie heute – für den „sozialen Organismus“ tragen.
Ein besonderer Bezug ergibt sich durch das Dada-Graefart-Museum unmittelbar neben dem Gleis1-Konzertraum. Mit seinem Kunstkonzept „Pharaonengrab, Post- und Beuysraum“steht es in der Tradition von Fluxus, der Dada-Bewegung und Beuys’ Verständnis von Kunst als Sammeln, Ordnen und Gestalten. Zahlreiche Beuys-Zeugnisse gehören zur Sammlung. Im Rahmen des Abends wird dieses künstlerische Denken auch filmisch vorgestellt.
Im Anschluss an den Bildervortrag folgen ein gemeinsames Gespräch und ein Rundgang durch das Museum.
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