Heidenheim setzt auch in der kommenden Saison auf ein vielseitiges Kulturprogramm. Mit der »Kulturschiene« im Lokschuppen und dem »Theaterring« stehen zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm, die Musik, Comedy, Literatur und Schauspiel miteinander verbinden. Das Angebot reicht von Jazz und Weltmusik über schwäbischen Humor bis zu Klassikern und politisch-gesellschaftlichen Themen. Den Auftakt macht am 12. November »Das Bildnis des Dorian Gray« nach Oscar Wilde. Das Landestheater Württemberg-Hohenzollern erzählt die Geschichte des jungen Dorian, der sich ewige Jugend wünscht und zunehmend den dunklen Seiten von Narzissmus, Verführung und Dekadenz verfällt. Einen Tag später startet im Lokschuppen die »Kulturschiene« mit Dr. Pop. In seiner Musik-Comedy-Show »Hitverdächtig« verbindet der promovierte Popmusik-Experte Stand-up mit Musiksamples und kuriosen Fakten aus der Musikgeschichte. Am 27. November widmet sich Fola Dada gemeinsam mit ihrer Band der Jazzlegende Nina Simone. Songs, Bilder und Texte zeichnen das Leben der außergewöhnlichen Künstlerin nach.
Anfang Dezember geht es humorvoll weiter: »Es ist nur eine Phase, Hase« nimmt die Lebenskrise eines 50-Jährigen aufs Korn. Im Lokschuppen sorgen derweil Ernst & Heinrich am 10. Dezember mit schwäbischer Mundart, Musik und Wortwitz für Unterhaltung. Im neuen Jahr wird das Programm nicht weniger abwechslungsreich. Mentalmagier Yann Yuro verbindet am 21. Januar Theater und Zauberei. Am 3. Februar nehmen Denis Scheck und Eva Gritzmann das Publikum mit auf eine kulinarische Reise durch die deutsche Esskultur. Gleichzeitig setzt der Theaterring mit »Heimsuchung« einen ernsteren Akzent: Die Badische Landesbühne erzählt anhand eines Hauses in Brandenburg deutsche Geschichte vom Nationalsozialismus bis in die Gegenwart. Musikalisch lädt Patrick Bopp am 25. Februar zum gemeinsamen Singen ein – ausdrücklich ohne Voraussetzungen und quer durch die Genres. Auch junge Zuschauerinnen und Zuschauer werden angesprochen. »Die Bademattenrepublik« erklärt am 2. März in der Stadtbibliothek spielerisch, wie ein Staat funktioniert. Am 18. März folgt mit »Der große Diktator« eine politisch-humorvolle Bühnenfassung nach Charlie Chaplins Filmklassiker, die sich mit Diktatur, Verfolgung und Menschlichkeit auseinandersetzt. Am 9. April begeistert Mirja Boes mit »Carpfe diem« im Konzerthaus. Der Theaterring endet am 15. April mit »Nachtland« von Marius von Mayenburg. Ein vermeintliches Hitler-Gemälde löst darin einen Familienstreit aus. Den Abschluss der Kulturschiene bildet am 21. April Michl Müller, der in »Limbo of life!« die Höhen und Niederungen des Alltags durchstreift. So präsentiert Heidenheim eine Kultursaison, die Unterhaltung und gesellschaftliche Themen verbindet.
Das Programm
Kulturschiene
* Fr. 13. November, 20 Uhr: Dr. Pop
* Fr. 27. November, 20 Uhr: Fola Dada
* Do. 10. Dezember, 20 Uhr: Ernst & Heinrich
* Do. 21. Januar, 20 Uhr: Yann Yuro
* Mi. 3. Februar, 20 Uhr: Denis Scheck & Eva Gritzmann
* Do. 25. Februar, 20 Uhr: Patrick Bopp
Fr. 9. April, 20 Uhr, Konzerthaus: Mirja Boes
* Mi. 21. April, 20 Uhr: Michl Müller
* jeweils im Lokschuppen
Theaterring
Do. 12. November, 19.30 Uhr, Konzerthaus: Das Bildnis des Dorian Gray
Do. 3. Dezember, 19.30 Uhr, Waldorfschule: Es ist nur eine Phase, Hase
Do. 4. Februar, 19.30 Uhr, Waldorfschule: Heimsuchung
Di. 2. März, 10.30 Uhr, Stadtbibliothek: Die Bademattenrepublik
Do. 18. März, 19.30 Uhr, Konzerthaus: Der große Diktator
Do. 15. April, 19.30 Uhr, Konzerthaus: Nachtland
alle Infos: www.heidenheim.de/tickets