Das HSO beginnt am Rhein mit einer Märchengestalt, die viele Dichter und Schriftsteller in ihren Bann gezogen hat; auch der junge Max Bruch, dem das Buch in die Hände fiel, verschlang es „wie ein wildes Tier seine Beute“ und machte sich sofort an die Komposition einer „Loreley“-Oper. Die ausgesprochen klangschöne Ouvertüre hatte schon Gustav Mahler so gefallen, dass er sie in sein Repertoire aufnahm. Anschließend wird ein Blick über den Rhein gewagt und das französische Märchenbuch „Ma Mère l’Oye“ („Meine Mutter Gans“) aufgeschlagen, das Maurice Ravel mit seinem unerhörten Klangsinn auf die Konzertbühne geholt hat. Nach der Pause begibt sich das Orchester dann mit Hänsel und Gretel in den Märchenwald – genauer gesagt, in Engelbert Humperdincks großartige Oper, wo das Geschwisterpaar schwierige Zeiten durchmacht.
So. 14. Dezember, 18 Uhr, Harmonie, Heilbronn