Für seine Aktionen bei »Titanic« wurde Martin Sonneborn vom Stern als »Krawallsatiriker mit Profilneurose« gefeiert, während der Berliner Kurier für »Heimatkunde« schrieb: »Üble Ossi-Hetze! Wie kann ein Mensch die Ossis nur so hassen?« Nach Kurzreportagen für die ZDF- »heute Show« trat er als Geschäftsführer des größten deutschen Pharma-Verbandes zurück, und das chinesische Außenministerium forderte sogar seine Hinrichtung. Ein Abend mit Sonneborn ist ein unaufgeregtes Multimediaspektakel: lustige Filme, brutale politische Agitation zugunsten der Partei, die in Deutschland weiter nach der Macht greift. Sonneborn, geboren 1965 in Göttingen, studierte Publizistik, Germanistik und Politikwissenschaft in Münster, Wien und Berlin. Seine Magisterarbeit behandelte die absolute Wirkungslosigkeit moderner Satire, heute sitzt er ironischerweise im EU-Parlament.
Martin Sonneborn, Fr. 23. Januar, 20 Uhr, Sudhaus Tübingen, www.sudhaus-tuebingen.de