Dieses Mal heißt das Motto des Winterkonzerts der Kulturstiftung Hohenlohe »Gershwin meets Strauss«. Es spielt die Donau Philharmonie Wien unter Leitung von Manfred Müssauer. George Gershwin ist zu Gast bei Familie Strauss, deren Kompositionstechniken ihm eine stete Quelle waren. George Gershwin wurde 1898 im New Yorker Stadtteil Brooklyn als Kind eingewanderter russischer Juden geboren. Ab 1912 unterrichtete ihn Charles Hambitzer am Klavier, 1916 wurde »When You Want ’Em You Can’t Get ’Em«, das erste von Gershwin komponierte Lied veröffentlicht. George Gershwin gilt als Begründer des Symphonic Jazz und schuf großartige Werke in den Bereichen Musicals und Filmmusik. Zu seinen bekanntesten Kompositionen gehören »Rhapsody in Blue« (1924), eine symphonische Jazzkomposition für Klavier und Orchester, die Tondichtung »Ein Amerikaner in Paris« (1928) und die Folk-Oper »Porgy and Bess« sowie, u.a., die Musicals »Lady, Be Good!« (1924), »Oh, Kay!« (1926), »Funny Face« (1927) und »Girl Crazy« (1930).
In seiner Musik verschmelzen mannigfaltige pointierte Rhythmen mit melodischen Ohrwürmern, Einflüsse afrikanischer und indianischer Kulturen ebenso wie die Klänge der französischen Impressionisten und den Komponisten der zweiten Wiener Schule. Aber nicht zuletzt beeindruckten ihn auch die Brüder Strauss stark, die er am 18. Januar in Öhringen auf der Bühne trifft. Diese musikalische Kombination ist wohl so noch nie da gewesen, obwohl die Parallelen »auf der Hand« liegen. In einer wohldurchdachten Programm-dramaturgie werden diese Künstlerpersönlichkeiten gegenübergestellt. Das Publikum kann sich u.a. auf eine Symphonische Suite des Gershwin-Musicals »Girl Crazy« freuen, ebenso wie auf Hits aus »Porgy & Bess«, auf den Walzer »Fesche Geister« von Eduard Strauss oder die Polka »Brautschau« von Johann Strauss. Ganz nach dem Orchester-Credo: Oft Gehörtes, Nie Gehörtes, Unerhörtes.
Solistisch treten die die bekannte Opern-Mezzosopranistin und Dirigentin Rima Tawil und die sympathische Sopranistin Christine Honein aus Florida in Erscheinung. Rima Tawil blickt auf eine internationale Karriere, bekannt für ihre Rollen in Opern wie Madama Butterfly, Turandot (als Liù) und Carmen (als Micaela), sowie für ihre Konzertauftritte in Städten wie Paris, Mailand und New York. Sie wurde für ihre Schauspiel- und Gesangskunst gelobt, trat bei großen Festivals auf (z. B. Beiteddine mit José Carreras) und hat Aufnahmen für Labels wie Erato und Arion veröffentlicht. Die libanesisch-amerikanische Sopranistin Christine Honein, die für ihre kristalline Koloratur und musikalische Ausdrucksstärke bekannt ist, hat sich in den letzten Jahren in der Opernwelt Amerikas einen Namen gemacht.
Programm:
George Gershwin: Symphonische Suite aus »Girl Crazy«, Hits aus »Porgy & Bess«
Eduard Strauss: Walzer »Fesche Geister«
Johann Strauss (Sohn): Polka »Brautschau«
Winterkonzert 2026, So. 18. Januar, 17 Uhr, Kultura Öhringen, Tickets und Informationen: 07940-18348, www.hohenloher-kultursommer.de

