Es gibt heutzutage immer mehr Leute, die von einem eigenen Boot träumen. Das hängt mit Sicherheit auch damit zusammen, dass ein eigenes Boot als ein Sinnbild für Unabhängigkeit und Freiheit gilt. Mit einem solchen Boot sind je nach eigenen Vorlieben und eigenem Geschmack dann spontane Wochenenden auf dem Wasser, Ausflüge auf Flüssen und Seen sowie Segeltörns entlang der Küsten möglich.
Allerdings ist der Schritt zum Bootseigner mit zahlreichen Verantwortlichkeiten und Pflichten verbunden. Wenn man langfristig mit einem Boot als Hobby Freude haben will, dann sollte man sich unbedingt frühzeitig mit den praktischen Anforderungen und den finanziellen und rechtlichen Anforderungen auseinandersetzen.
Rechtliche Voraussetzungen für Bootseigner
Für Bootseignerinnen und Bootseigner spielt neben den laufenden Kosten und Fragen rund um notwendige Führerscheine auch der Versicherungsschutz eine entscheidende Rolle. Informationen und alles Wichtige rund um eine geeignete Bootsversicherung findet man bei Eerdmans Yachtversicherungen, und dieser erfahrene Anbieter hilft, die eigene Absicherung zu überprüfen und die vorhandenen Risiken durch den Besitz eines Bootes noch besser einzuschätzen.
Vor einem ersten Ablegen mit dem eigenen Boot sollten sich angehende Freizeitkapitäninnen und Freizeitkapitäne unbedingt mit den nicht wenigen geltenden Vorschriften auseinandersetzen. Bei einem Boot hängt die Führerscheinpflicht in Deutschland unter anderem von den Einsatzgebieten des Bootes und der vorhandenen Motorleistung ab. Hierbei wird für viele Motorboote der sogenannte Sportbootführerschein Binnen und See gefordert. Davon abgesehen gelten in ausländischen Revieren, auf dem Meer und auf einigen Binnengewässern teilweise andere spezielle Regelungen.
Deshalb sollten sich Frauen und Männer, die gern und viel auf verschiedenen Gewässern unterwegs sind, stets gut mit den geltenden Bedingungen für das jeweilige Fahrgebiet auskennen. Schließlich tragen Schiffsführerinnen und Schiffsführer die Verantwortung für das Boot, die Besatzung und Mitreisende.
Je nach Bootstyp und der jeweiligen Nutzung können zudem Themen wie Funkzeugnisse, adäquate Sicherheitsausrüstung und unterschiedliche Kennzeichnungspflichten eine wichtige Rolle spielen und sollten unbedingt berücksichtigt werden.
Die finanziellen Kosten rund um ein eigenes Boot nicht unterschätzen
Bei einem Boot stellt der Kaufpreis zugegebenermaßen einen nicht unerheblichen Teil der Gesamtkosten dar. Allerdings sollte man als Neuling nicht den Fehler machen und bei einem Boot lediglich auf die Anschaffungskosten achten. Denn gerade die laufenden Ausgaben für die Unterhaltung eines Bootes sind nicht zu unterschätzen und sollten immer im Blick behalten werden.
Zu den typischen Kosten bei einem Boot zählen:
- Liegeplatzgebühren
- Reparaturen und Wartung
- Versicherungen
- Kraftstoff
- Pflege und Reinigung
- Gebühren für Zulassungen und Prüfungen
Langfristig betrachtet berichten gerade erfahrene Bootsbesitzer immer wieder, dass beispielsweise Hafenkosten, Ersatzteile und Wartung in der Regel stärker als erwartet ins Gewicht fallen. Hierbei können bereits kleinere und überschaubare Reparaturen am Boot problemlos zu Kosten von mehreren hundert Euro führen. Deshalb sollten angehende Bootsbesitzerinnen und Bootsbesitzer ohne ein großes privates Vermögen unbedingt über ausreichende finanzielle Reserven verfügen und ein realistisches Jahresbudget für die Unterhaltung eines Bootes einplanen.
Warum sind Versicherungen für ein Boot so wichtig?
Für Boote gibt es in Deutschland anders als das bei Autos der Fall ist keine allgemeine Versicherungspflicht. Wobei Versicherungsfachleute für ein Boot schon den Abschluss einer Haftpflichtversicherung empfehlen. Schließlich haften Eigentümerin oder Eigentümer für Schäden, die durch das eigene Boot verursacht werden.
In diesem Zusammenhang kann beispielsweise bereits ein misslungenes Anlegemanöver oder eine Kollision im Hafen erhebliche Kosten verursachen. Eine abgeschlossene Haftpflichtversicherung schützt bei Schäden gegenüber Dritten vor den finanziellen Folgen oder wehrt unberechtigte Forderungen im Zweifel ab.
Darüber hinaus entscheiden sich viele Bootseignerinnen und Bootseigner für den Abschluss einer Kaskoversicherung. Hierüber können Schäden am eigenen Boot etwa durch Sturmereignisse, Unfälle oder auch durch Diebstahl versichert werden.
Oberste Priorität hat die Sicherheit auf dem Wasser
Wenn man im Besitz eines Bootes ist, dann hat man dadurch automatisch eine große Verantwortung. Schließlich müssen Bootsführerinnen und Bootsführer beispielsweise immer Strömungen und Wetterbedingungen richtig einschätzen und verschiedene Risiken im Blick haben.
Zur grundlegenden Sicherheitsausrüstung zählen:
- Rettungswesten
- Erste-Hilfe-Materialien
- Feuerlöscher
- Notfallwerkzeuge
- Signalmittel
Außerdem sollte vor jeder Bootsfahrt ein grundlegender Sicherheitscheck durchgeführt werden. Hierbei gilt es unter anderem die Elektronik, den Motor und die Kraftstoffversorgung sowie alle relevanten Ausrüstungsgegenstände genau zu überprüfen. Zusätzlich raten erfahrene Skipper dazu, regelmäßig Sicherheitsschulungen und Fahrtrainings zu absolvieren, um dadurch etwa Hafen- und Anlegemanöver besser zu beherrschen und man grundsätzlich dadurch über mehr Erfahrung beim Führen eines Bootes in schwierigen Situationen verfügt. In diesem Zusammenhang ist die Bedeutung der Theorie zwar nicht zu unterschätzen, aber trotzdem kann ein solches theoretisches Wissen praktische Erfahrungen auf dem Wasser nicht komplett ersetzen.