Wenn es draußen wieder wärmer wird und man die Fenster öffnet und mit dem großen Putzen beginnt, dann stehen in den meisten Stuttgarter Haushalten Küche, Bad und Fenster ganz oben auf der Liste. Die Teppiche aber werden bestenfalls abgesaugt und dann ignoriert. Zu Unrecht, denn sie sehen auf den ersten Blick sauber genug aus. Was sich aber über Monate in den Fasern ansammelt, sieht man nicht.
Was sich in Teppichfasern alles sammelt
Teppiche sind in der Wohnung so etwas wie passive Filter. Sie lagern Schwebstoffe, die sonst in der Raumluft umhergehen, in sich. Klappt auch gut, aber sie können das nur eine Weile tun. Irgendwann ist ihre Aufnahmekapazität erschöpft. Ab jetzt sind Teppiche selbst auch eine Partikelquelle, geben beim Betreten oder Saugen wieder Stoffe in die Luft ab.
Das Schlimmste sind die Hausstaubmilben, die sich von Hautschuppen ernähren und sich am liebsten in warmem, leicht feuchtem Milieu vermehren: Auf ein Gramm Teppichstaub können schon mehrere Hundert Milben kommen. Ihre Exkremente sind einer der häufigsten Auslöser für Allergien und Atemwegserkrankungen. Wer unter Hausstauboder Pollenallergie leidet, spürt das spätestens im Frühjahr.
Feinstäube und Pollen kommen in Stuttgart verstärkt durch Straßenverkehr, Topographie und Industrieansiedlung vor. Wer öfter lüftet oder in der Wohnung Straßenschuhe trägt, bringt mit jedem Schritt diese Partikel direkt auf den Teppich, wo sie sich dann tief in die Fasern einlagern, bis sie wieder bei gründlicher Reinigung gelöst werden. Genau hier setzt die professionelle Teppichreinigung an: mit Verfahren, die den Schmutz und die Milben gezielt aus den Tiefen der Teppichfasern herausarbeiten.
Warum Staubsaugen und Haushaltsreiniger nicht genügen
Das übliche Staubsaugen nimmt nur die losen Partikel an der Oberfläche auf und dringt nicht in die mittleren und unteren Faserschichten vor. Chemische Reiniger aus dem Supermarkt können Flecken zwar kurzfristig kaschieren, hinterlassen damit aber auch Rückstände. Bei empfindlichen Materialien wie Schurwolle, Viskose und Naturfaser können falsche Mittel Langzeitschäden bewirken, die zum Teil durch Verfärbung, Verhärtung des Materials oder Pilzbildung bei zu langem Trocknen entstehen.
Fachbetriebe verwenden je nach Fasermaterial, Webart und Schmutzgrad abgestimmte Verfahren. Dazu gehören mechanische Klopf- und Bürstenverfahren, kontrollierte Nassreinigung oder Heißwasserextraktion und definierte Trocknung unter kontrollierten Temperaturbedingungen. Das Ergebnis ist nicht nur besser in der Optik. Hygienisch messbar: Milbenbelastung, Bakterienrückstände, Geruchspartikel – alles lässt sich bei richtiger Durchführung deutlich verringern.
Behandeln lassen sollten sich auch Orientteppiche und handgeknüpfte Stücke. Hier kann ein falsches Reinigungsintervall oder die falsche Technik bereits zu unsichtbaren Schäden führen, die den Wert eines Teppichs erheblich mindern.
Lokaler Service in Stuttgart: Worauf bei der Auswahl zu achten ist
Viele Anbieter holen und bringen die Teppiche selbst ab, was bei schwerem oder großformatigem Transportgut eine Erleichterung ist.
Die Wahl des richtigen Betriebs verlangt Aufmerksamkeit. Seriöse Fachbetriebe informieren über ihr Reinigungsverfahren, gehen auf das jeweilige Material ein und prüfen den Teppich nach der Reinigung auf Beschädigung, bevor er wieder zurückgeliefert wird. Wer Fragen an das Verfahren hat und keine Antwort erhält, sollte aufmerken.
Billige Schnellangebote ohne Materialprüfung führen häufig zur Enttäuschung. Besonders bei hochwertigen Stücken ist eine erste Einschätzung durch den Fachbetrieb vor der Auftragserteilung selbstverständlich und kein Luxus.
Der Frühjahrsputz ist die richtige Gelegenheit, die Teppiche einem gründlichen Check zu unterziehen. Nicht aus Spießertum, sondern weil saubere Teppiche nachweislich die Raumluftqualität verbessern und die Lebensdauer de