Das rollende Klassenzimmer führte vom 25. Juli bis 2. August 2026 seine diesjährige Tour nach Berlin durch. Die Teilnehmenden legten rund 570 Kilometer zurück und setzten mit Baumpflanzungen, Begegnungen und Gemeinschaft ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Zusammenhalt.
Berlin als Ziel
Nach zwei Jahren mit dem Tourmotto zu den Wirkungsstätten der Europäischen Union stand in diesem Jahr wieder die deutsche Hauptstadt Berlin als Reiseziel im Mittelpunkt. Mit der Tour sollten erneut Zeichen für Umweltschutz, Frieden, gemeinsames Erleben und sportliche Leistung gesetzt werden. Durch Baumübergaben und Baumpflanzaktionen wurde außerdem ein kleiner, aber nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet.
Die Tour verlief nahezu auf direkter Strecke nach Berlin und führte durch sechs Bundesländer. Für die Übernachtungen konnten außergewöhnliche Unterkünfte gebucht werden, die im Folgenden vorgestellt werden. Sie sorgten für besondere und unvergessliche Erlebnisse.
Unsere Route
1. Dittigheim (bei Tauberbischofsheim) – Kilometer 77
Die erste Übernachtung erfolgte im traditionsreichen Landhotel Grüner Baum, das bereits in den vergangenen Jahren Gastgeber gewesen war. Die gutbürgerliche Küche sorgte nach dem ersten Tourtag für eine willkommene Stärkung.
Streckencharakteristik: ca. 78 km, ca. 930 Höhenmeter, abwechslungsreiche Strecke durch das Badische Bauland.
Programmpunkt: Baumpflanzung.
www.gruener-baum-dittigheim.de
2. Sulzfeld (bei Bad Königshofen) – Kilometer 175
Die Übernachtung fand im 1. Fränkisch-Bayerischen Schäferwagenhotel mit seinen außergewöhnlichen Erlebnisunterkünften wie Baumhäusern und Schäferwagen statt. Die gesamte Anlage stand exklusiv zur Verfügung. Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsamer Grillabend.
Streckencharakteristik: ca. 100 km, ca. 1.000 Höhenmeter, abwechslungsreiche Strecke durch Unterfranken bis ins Grabfeld.
Programmpunkt: Baumpflanzung.
3. Ilmenau – Kilometer 258
Die Unterkunft befand sich in der Jugendherberge Ilmenau, einer kleineren Herberge mit familiärer Atmosphäre am Stadtrand in einer grünen Oase am Fuße des Thüringer Waldes. Das Abendessen wurde in der Jugendherberge eingenommen.
Streckencharakteristik: ca. 83 km, ca. 950 Höhenmeter, durch den Thüringer Wald über das Werra- und Schleusetal auf den Rennsteig und anschließend hinunter nach Ilmenau.
Programmpunkt: Baumpflanzung.
www.jugendherberge.de/jugendherbergen/ilmenau
4. Ölmühle Eberstedt (bei Bad Sulza) – Kilometer 332
Die Übernachtung erfolgte auf dem Wasser in schwimmenden Hütten für Gruppen mit bis zu sechs Personen – ein besonderes Erlebnis, das allen in Erinnerung bleiben wird. Das Abendessen wurde individuell organisiert.
Streckencharakteristik: ca. 75 km, ca. 310 Höhenmeter, überwiegend entlang des Ilmtals mit meist leicht fallendem oder ebenem Streckenverlauf. Je nach Zeitplanung erfolgte eine Stadtdurchfahrt beziehungsweise Besichtigung von Weimar.
Programmpunkt: Baumpflanzung.
5. Halle an der Saale – Kilometer 400
Übernachtet wurde in der zentral gelegenen Jugendherberge, die in einem ehemaligen Internatsgebäude untergebracht ist. Am Abend bestand Gelegenheit zur Stadtbesichtigung auf eigene Faust. Das Abendessen wurde in der Jugendherberge eingenommen.
Streckencharakteristik: ca. 70 km, ca. 360 Höhenmeter, überwiegend ebene Strecke mit Querung des Saaletals.
Programmpunkte: Besuch des vom Rollenden Klassenzimmer im Jahr 2021 gepflanzten Baumes sowie Baumpflanzung.
www.jugendherberge.de/jugendherbergen/halle
6. Wittenberg – Kilometer 476
Die Übernachtung fand in der Jugendherberge im Schloss statt, direkt neben der Schlosskirche und in zentraler Lage. Nach dem Abendessen in der Jugendherberge bestand Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.
Streckencharakteristik: ca. 76 km, ca. 190 Höhenmeter, überwiegend flache Strecke mit wenigen leichten Hügeln.
Programmpunkte: Besichtigung der Stadtkirche und des Lutherhauses, Besuch des vom Rollenden Klassenzimmer im Jahr 2021 gepflanzten Baumes sowie Baumpflanzung.
www.jugendherberge.de/jugendherbergen/wittenberg
7. Berlin – Kilometer 572
Mit der Ankunft in Berlin war das Tourziel erreicht. Für die letzten beiden Nächte erfolgte die Unterbringung in der Hauptstadt. Das Abendessen fand je nach Möglichkeit gemeinsam oder individuell statt.
Streckencharakteristik: ca. 96 km, ca. 338 Höhenmeter, überwiegend flach mit Durchfahrt durch Potsdam und den Grunewald.
Programmpunkt: Baumpflanzung.
8. Heimreise mit der Bahn
Die Heimreise erfolgte vom Berliner Hauptbahnhof mit dem ICE 1505 um 09:36 Uhr nach Nürnberg. Nach dem Umstieg führte die Fahrt über Schwäbisch Hall-Hessental nach Heilbronn, wo die Ankunft planmäßig um 14:52 Uhr erfolgte.
Allgemein
Auf allen Etappen standen Baumpflanzungen sowie – sofern möglich – Besuche bei Vertreterinnen und Vertretern der Lokalpolitik auf dem Programm. Je nach Länge und Anspruch der jeweiligen Etappe fanden diese Termine am Abend oder am folgenden Morgen statt. Durch diese flexible Planung konnte der Tagesablauf deutlich entspannter gestaltet werden als in den Vorjahren.
Danksagung
Nach der Tour zieht Dr. Markus Pfisterer ein durchweg positives Resümee:
»Das Rollende Klassenzimmer 2026 ist zu Ende gegangen. Nach einer erlebnis- und lehrreichen, aber auch anstrengenden Woche sind wir am Sonntag wohlbehalten wieder in Heilbronn angekommen.
Für euer Durchhaltevermögen und euer Vertrauen danke ich der gesamten Gruppe, die ein großartiges Team gebildet hat. Ihr wart hervorragend, habt euch gegenseitig unterstützt und gemeinsam Außergewöhnliches geleistet.
Mein besonderer Dank gilt auch den Betreuerinnen und Betreuern. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz wäre diese Tour nicht durchführbar gewesen. Sie waren ständig im Einsatz – beim Reparieren und Flicken der Fahrräder, beim Versorgen von Verletzungen, beim Organisieren von Wasser und Verpflegung oder auch beim spontanen Eiskauf an heißen Tagen.
- André Wegener suchte die besten Pausenplätze aus, besorgte die Verpflegung und bereitete die Pausen vor. Er fuhr das Begleitfahrzeug, transportierte Gepäck und Fahrräder und nahm erschöpfte oder erkrankte Radlerinnen und Radler auf. Besonders bemerkenswert ist, dass André eigens aus Wuppertal anreiste und dafür sogar einen Teil seiner Ferien opferte, um der Gruppe diese Tour zu ermöglichen.
- Valeriu Grecu reparierte sämtliche Pannen und verzichtete dabei häufig selbst auf Erholungspausen. Außerdem leistete er immer wieder tatkräftige Schiebehilfe.
- Dr. Martin Weinreuter flickte unzählige Reifen und pumpte sie wieder auf – teilweise bis spät in die Nacht. Darüber hinaus plante er die Etappen, fuhr als Tourguide voraus und unterstützte die Gruppe ebenfalls mit Schiebehilfe, wenn sie benötigt wurde.
- Irina Kleiber meisterte die Zimmereinteilung mit viel Übersicht und war in schwierigen Situationen oft eine wichtige Ansprechpartnerin und tröstende Begleiterin.
- Dr. Karl-Friedrich Pfeil musste mit seinem Verbandskoffer mehrfach ausrücken, um Schürfwunden nach Stürzen zu versorgen und Verbände zu wechseln.
- Julius Pfisterer organisierte sämtliche Termine in den Etappenorten sowie den Besuch des Bundeskanzleramts und des Reichstags. Außerdem führte er die Gruppe auf vielen Strecken an, leistete häufig Schiebehilfe oder transportierte defekte Fahrräder bis zur nächsten Station. Immer wieder sammelte er zurückgebliebene Teilnehmende oder vergessene Gegenstände ein und schloss anschließend in hohem Tempo wieder zur Gruppe auf.
Mein besonderer Dank gilt außerdem Herrn Oberbürgermeister Mergel von der Stadt Heilbronn sowie Herrn Landtagspräsidenten Strobl, die die Gruppe frühmorgens persönlich am Heilbronner Rathaus verabschiedeten. Herr Strobl begleitete die Radlerinnen und Radler sogar bis Bad Friedrichshall mit dem Fahrrad.
Ebenso danke ich unseren Sponsoren, ohne deren Unterstützung diese Tour finanziell nicht zu stemmen gewesen wäre. Ein besonderer Dank gilt der Klimastiftung der Kreissparkasse Heilbronn, vertreten durch Herrn Esslinger. Auch die Firma Allergosan war mit Herrn Leuchtner bei der Abfahrt vertreten. Die Backstube Hermann Härdtner stellte den Teilnehmenden ein Frühstück zur Verfügung.
Die Firma Pflanzen-Kölle spendete Apfelbäume, die in den Etappenorten übergeben und in Halle sogar direkt eingepflanzt wurden. Auch die Stadt Heilbronn erhielt in diesem Jahr einen Baum.
Alle weiteren Sponsoren sind auf unserer Homepage mit Verlinkung aufgeführt. Ihnen allen gilt ein herzliches Dankeschön für ihre Unterstützung.
Die Überlegungen und Vorbereitungen für das Rollende Klassenzimmer 2027 haben bereits begonnen.«
alle Infos gibt es hier: www.rollendesklassenzimmer.de