Mit dem Start der Apple Vision Pro hat die Tech-Branche eine neue Ära des räumlichen Computererlebnisses eingeläutet. Digitale Inhalte verschmelzen mit der echten Welt und da kommt irgendwann zwangsläufig die Frage auf, ob Smartphones künftig komplett durch „Brillen“ ersetzt werden. Die Vision Pro kann alles, sie bietet Unterhaltung, eignet sich zur Kommunikation und dient als Arbeitsgerät. Warum trotzdem viel für den Erhalt des klassischen Smartphones spricht, verraten wir hier.
Alltagstauglichkeit bei Smartphones ist größter Trumpf
Der wichtigste Unterschied und gleichzeitig größte Vorteil eines Smartphones wie dem iPhone 16 ist die Alltagstauglichkeit. Ein Headset trennt den Nutzer von der realen Welt, das Smartphone ist hingegen eine Tür zur digitalen Welt. Es macht einen Unterschied, ob man auf dem iPhone 17 arbeitet oder mit Freunden kommuniziert, denn dabei bekommt man sein Umfeld immer noch mit. Mit dem Headset auf der Nase ist das nicht mehr möglich.
Für Alltagssituationen im Café oder in der Bahn ist es aber wichtig, die Realität nicht völlig aus den Augen zu verlieren. Es ist kaum vorstellbar, dass Menschen an der Bushaltestelle ihr Headset aufsetzen, nur weil sie kurz bei Google etwas suchen oder eine Nachricht lesen wollen.
Technologische Grenzen, Kosten und Energieeffizienz
Wenn es Neues von Apple gibt, zahlt man als Verbraucher oft hohe Summen, um mit der Hypewelle mitzuschwimmen. Je neuer die Technologie, desto weniger Sparpotenzial gibt es. Beim Kauf von einem iPhone bieten Refurbished-Händler wie Back Market mittlerweile die Möglichkeit, Geräte günstiger als zum Originalpreis zu erwerben und damit zu sparen.
Eine AR- und VR-Brille wird so schnell nicht günstiger, vor allem weil es (noch) keine gebrauchten Geräte gibt.
Smartphones haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten ihre technologische Effizienz aufgebaut. Die Hardware ist auf mobile Nutzung optimiert, die Software bietet bei geringem Energieverbrauch maximale Leistung. Selbst wenn es gelingt, AR- und VR-Angebote sparsamer zu machen, wird das Smartphone weiterhin der energieeffizienteste Weg zur digitalen Kommunikation bleiben.
Für Konzerne wie Apple wäre es auch gar nicht sinnvoll, plötzlich nur noch auf VR zu setzen. Es ist bekannt, dass das iPhone mit einem Anteil von 47,4 Prozent den Löwenanteil des Apple-Umsatzes ausmacht. Smartwatches und jetzt eben auch Apple Vision Pro sind nette Zusätze, werden aber nicht die einzigen Flaggschiffe des Konzerns werden.
Die Akzeptanz bei Nutzern dürfte gering sein
VR- und AR-Technologie sind keine neuen Erfindungen, es gibt sie schon lange. Die alltägliche Nutzung konnten sich in vielen Studien und Untersuchung aber nur ein Bruchteil der Bevölkerung vorstellen (rund 14 Prozent laut Studie von Philipp Rauschnabel). 38 Prozent der befragten Personen lehnten AR-Brillen sogar weitgehend ab. Als Grund wurden Faktoren wie Privatsphäre, soziale Normen, Angst vor Fremdreaktionen, Gesundheitsrisiken und mangelndes Wissen genannt.
Das Smartphone wird dieser Technologie folglich nicht zum Opfer fallen, denn hier ist die breite Akzeptanz in der Gesellschaft gegeben. Die Nutzung erfolgt diskret und ist bei etwas Umsicht ohne die Störung dritter Personen möglich. Dennoch dürfte die Vision Pro für Apple eine spannende Weiterentwicklung sein, denn in den jungen Bevölkerungsgruppen sind VR- und AR-Brillen beliebt. Dabei geht es dann aber eher um unaufdringliche Nutzungen in den eigenen vier Wänden, wie z.B. Spiele im virtuellen Raum.