In ein paar Tagen heißt es wieder: Bühne frei! Die Vorfreude ist riesig, wenn Stuttgart endlich wieder zusammenkommt, um bei ausgelassener Stimmung eines der größten Bürgerfeste im Großraum Stuttgart zu feiern – und das bei freiem Eintritt. Das Sommerfestival der Kulturen überzeugt mit Kulinarik, Gratis-Konzerten und setzt ein unübersehbares Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung jeglicher Art.
Am Dienstag, 14. Juli 2026, startet das 23. Sommerfestival der Kulturen auf dem Stuttgarter Marktplatz – 25 Jahre nach seinem Debüt im Sommer 2001. Eröffnet wird das sechstägige Open-Air-Festival um 17.30 Uhr von der neuen Geschäftsführerin Alina Papagiannaki-Sönmez und dem letztmaligen Festivalleiter Rolf Graser. Kurz darauf treten prominente Vertreter*innen der Stadt und des Landes auf die Bühne: Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales, Gesundheit und Integration der Landeshauptstadt Stuttgart, Oliver Hildenbrand, Minister für Soziales, Arbeit und Gesundheit, sowie die Bezirksvorsteherin Stuttgart-Mitte, Veronika Kienzle.
„Bereits zum 23. Mal steht das Sommerfestival der Kulturen für internationale Vielfalt, ehrenamtliches Engagement und gelebtes Miteinander im Herzen Stuttgarts. Als Bürgermeisterin für Soziales, Gesundheit und Integration gilt mein Dank dem Forum der Kulturen, den Vereinen und allen Ehrenamtlichen, die diese Stadt mitgestalten und zum Gelingen des Festivals beitragen“, erklärt Dr. Sußmann zur Bedeutung des Festivals.
Musikalischer Auftakt mit Klezmer, Swing und Speed-Folk-Freak-Punk
Um 18 Uhr startet das Musikprogramm. Und das präsentiert – wie man es vom Sommerfestival der Kulturen gewohnt ist – eine gewaltige Bandbreite an Musikrichtungen und Künstler*innen. Den Beginn machen das multinationale Quintett Baba Yaga und die ungarischen Bohemian Betyars, die ein elektrisierendes Musikerlebnis versprechen. Das gesamte Line-up findet sich hier: https://sommerfestival-der-kulturen.de/programm/
Ergänzend zum bewährten Sicherheitskonzept, das auch in diesem Jahr für ein rundum sicheres Feiern sorgt, fährt das Festival mit einem überarbeiteten Hitzeschutzkonzept auf, damit alle Gäste unbeschwert und gut geschützt bleiben. Über die Social-Media-Kanäle sowie durch direkte Ansagen von der Bühne werden die Besucher*innen bei Bedarf sofort informiert und mit wichtigen Hinweisen versorgt.
Solidarität trotzt dem Spardruck
Neben den Stars auf der Bühne verteilt sich das Herz der Veranstaltung über das gesamte Gelände: Über 70 (post-)migrantische Vereine der Stadt gestalten mit täglich 29 Essensständen und rund 30 Waren- und Infoständen diesen Raum der Begegnung. Es ist die pure Eigeninitiative dieser Gemeinschaften, die zusammen mit den Mitarbeitenden des Forums der Kulturen und den rund 250 Ehrenamtlichen das Event überhaupt erst zum Leben erweckt. Gerade in Zeiten von Haushaltskürzungen und wachsendem Spardruck zeigt sich hier, was echtes Zusammenwirken bewegen kann: Das Festival bringt Menschen unterschiedlichster Herkunft nicht nur als Gäste zusammen, sondern lässt sie gemeinsam etwas Großes schaffen. Dass all dies – auch dank der treuen Unterstützung regionaler Sponsor*innen und Unternehmen – so verlässlich realisiert werden kann, beweist unmissverständlich: Dieses Festival ist kein reines Kulturevent, sondern ein unverzichtbarer Anker für den Zusammenhalt und das lebendige Miteinander innerhalb der Stuttgarter Stadtgesellschaft.
Dieses unerschütterliche Fundament hat Mitbegründer des Forums der Kulturen und Festivalleiter Rolf Graser über ein Vierteljahrhundert lang maßgeblich geprägt. Während das diesjährige Festival seinen Abschied aus der Leitung markiert, bleibt seine Vision lebendig: Die neue Geschäftsführerin Alina Papagiannaki-Sönmez übernimmt sein Erbe und blickt entschlossen nach vorn, um das Festival als verlässlichen Freiraum für Vielfalt und Begegnung weiterzuentwickeln und mutig in die Zukunft zu führen.