Banksy ist weltberühmt und bleibt trotzdem ein Rätsel. Seine Identität ist bis heute ungeklärt, seine Werke dagegen sind unverkennbar: politisch, ironisch und oft gesellschaftskritisch. Ab dem 11. September widmet sich die Pop-up-Ausstellung »House of Banksy Stuttgart – An Unauthorized Exhibition« dem Street-Art-Phänomen. Auf rund 1.500 Quadratmetern werden mehr als 150 Motive präsentiert, darunter auch neuere Arbeiten. Zu sehen sind Reproduktionen von Graffiti, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke auf Leinwand,Papier, Holz, Aluminium, Gips, Beton und Backstein. Die Ausstellungsmacher versprechen damit einen umfassenden Einblick in Banksys künstlerisches Schaffen.
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Foto: COFO Entertainment
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Foto: Dominik Gruss
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Foto: Emre Ezelli
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Hinter dem Projekt stehen die Macher der Ausstellung »The Mystery of Banksy – A Genius Mind«, die 2023 in Stuttgart mehr als 80.000 Besucherinnen und Besucher in die Königsbau Passagen lockte. Weltweit haben die beiden Ausstellungsformate nach Angaben der Veranstalter bereits mehr als vier Millionen Menschen erreicht. »House of Banksy« ist ausdrücklich nicht vom Künstler autorisiert. Banksy arbeitet anonym und hat seine Werke meist für den öffentlichen Raum geschaffen. Viele seiner bekanntesten Graffiti sind dort längst verschwunden. Sie wurden entfernt, zerstört, übersprüht oder aus Fassaden herausgelöst. Rund 80 Prozent der in der Ausstellung gezeigten Motive seien heute im Original kaum noch zugänglich, erklären die Veranstalter. Um diese Arbeiten dennoch erlebbar zu machen, werden die Motive von international tätigen Graffiti-Künstlern eigens für die Ausstellung reproduziert. Die detailgenauen Rekonstruktionen sollen dabei nicht nur die Bildsprache Banksys vermitteln, sondern auch deren politische Botschaften. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Krieg, Flucht, Rassismus, Polizeigewalt, Kapitalismus, Klimawandel, Gewalt gegen Frauen und Überwachung. Gerade diese Verbindung von Kunst und gesellschaftlicher Kritik hat Banksy zu einer der bekanntesten Figuren der Gegenwartskunst gemacht. Seine Arbeiten tauchen unvermittelt im öffentlichen Raum auf und kommentieren politische und soziale Entwicklungen mit einer Mischung aus schwarzem Humor, Poesie und Provokation. Zu seinen bekanntesten Motiven gehören etwa die Ratten aus der Londoner U-Bahn oder »Girl with Balloon«. Dass seine Kunst längst auch auf dem internationalen Kunstmarkt angekommen ist, zeigen spektakuläre Auktionen. »Devolved Parliament«, das britische Parlament mit Affen besetzt, erzielte 2019 rund 11,1 Millionen Euro. Das Werk Love is in the Bin – das teilweise geschredderte Girl with Balloon – erreichte im selben Jahr einen Rekordpreis von rund 21,6 Millionen Euro.
Die Stuttgarter Ausstellung will nicht nur bekannte Bilder versammeln, sondern auch die Frage stellen, was Banksys Kunst so wirksam macht.
House of Banksy Stuttgart – An Unauthorized Exhibition, ab Fr. 11. September, Di. bis So. & Feiertage 11 bis 18 Uhr, Kronprinzbau, Stuttgart, alle Infos: www.house-of-banksy.com