Handball ist ein bewegtes Spiel, das besonders bei Sportfans eine treue Anhängerschaft aufgebaut hat. Von der Dynamik her ist der Sport etwa zwischen der hohen Punktfrequenz von Basketball und dem längerfristigen Spielaufbau von Fußball einzuordnen. Das ist natürlich auch für die Wettfans interessant, die den Handball Quoten genau folgen. Die Anhänger des TVB Stuttgart zum Beispiel sind bekannt für eine hohe Leidenschaft. Diese wurde in den letzten paar Begegnungen allerdings etwas auf die Probe gestellt. Fans fragen sich nun, wie sich das Team in der nahen Zukunft verbessern kann.
Wie setzt sich die Mannschaft zusammen?
Tatsächlich ist der Verein schon über 120 Jahre alt, es kann also wirklich von einer Traditionsmannschaft gesprochen werden. Gegenwärtig befindet sich das Team unter der Regide von Cheftrainer Misha Kaufmann. Das Tor wird dabei von Daniel Rebmann saubergehalten. Kai Häffner, der zuvor bei Melsungen spielte, und Lenny Rubin bilden dabei jeweils rechts und links die Abwehr. Links Außen sorgt Antonio Serradilla für aggressive Torchancen, während auf der rechten Seite Jakob Nigg die Bälle in Richtung Tor befördert. Samuel Röthlisberger sorgt als Kreisläufer für die notwendige Flexibilität.
Der Spielstil von Stuttgart
Seit dem Jahre 2025 ist der Schweizer Misha Kaufmann für die Position des Cheftrainer verantwortlich. Er hat den Spielstil von des Vereins deutlich verbessert. Die Fans können eine neue Kreativität beobachten, die den Schwaben zuvor ein wenig abging. Als eine große Stärke wird der Erfolg im Zweikampf gewertet, die Stuttgarter wissen sich auch in schwierigen Situationen oftmals konsequent durchzusetzen. Was allerdings oftmals auffällt, ist die Bereitschaft, mit der solche Situationen empfangen werden. Der Spielaufbau ist oftmals ein wenig zu hektisch und auf die Torchance abgestellt, was die Mannschaft oftmals verwundbar für schnelle Konter oder für eine solide Abwehr macht.
Die Siege
Innerhalb der letzten 5 Spiele konnte der TVB Stuttgart tatsächlich nur einen Sieg erringen, und zwar gegen das Team Bergischer HC. Die Schwaben konnten die Partie mit 35 zu 28 für sich entscheiden. Hier konnte man die Stärken genau sehen, denn die Torgefährlichkeit war hoch, während die Abwehr schnell und entschlossen reagierte. Gegen das Team Frisch Auf! reichte es dann aber lediglich zu einem Unentschieden. 28 zu 28 war der Endstand und die Frage stellt sich, warum es nicht zu einem Tor mehr gereicht hat. Hier ist das Team manchmal einfach ein wenig zu kreativ und versucht komplexe Spielzüge, die den Aufwand nicht unbedingt wert sind.
Die Niederlagen
Zuletzt musste sich das Team den Jungs aus Melsungen mit 29 zu 31 geschlagen geben. Zwar war das Spiel fanfreundlich und eine echt spannende Partie, aber etwas mehr Respekt für die Torgefährlichkeit des Gegners hätte man sich gewünscht. Gegen Gummersbach mussten die Stuttgarter mit 26 zu 33 eine echte Schlappe einstecken. Die Gummersbacher wussten genau, wie sie aus dem Spiel der Schwaben einen Vorteil ziehen können. Sie sahen sich einer soliden Abwehr gegenüber, die dann schnell auf den Konter umschalteten. Gegen Magdeburg sah es noch übler aus. Am Ende standen die Punkte bei 32 zu 23. Daraus ergeben sich einige Hausaufgaben.
Welche Lektionen sollte man mitnehmen?
Die Stärken der Stuttgarter sind definitiv der kreative Spielaufbau, der Zweikampf und die Überwindung von schwierigen Situationen. Das sorgt für spannende Begegnungen. Besser wäre es allerdings, wenn diese schwierigen Bedingungen gar nicht erst entstehen. Die Rolle des Underdogs ist den Jungs aus Schwaben ein wenig zu gemütlich geworden. Stattdessen sollte man sich auf einen souveränen Spielaufbau konzentrieren. Ein solides Teamspiel ist absolute Priorität, während spektakuläre Einzelleistungen eher in den Hintergrund treten sollten. Die Kreativität, auf die das Team zurecht stolz ist, muss zweckdienlich sein und nicht nur für den spektakulären Moment zur Anwendung kommen.
Ausblick auf die nächsten Spiele
Am 12. Oktober werden die Stuttgarter wieder auf dem Feld stehen. Lemgo Lippe heißt der Gegner. Hier ist eine solide Abwehr und ein Spiel zum Tor ohne Schnörkel die richtige Variante. Die tollen Momente für TikTok sollten organisch entstehen und nicht zum Grund für die Spielzüge werden. Am 19. Oktober sieht man sich dann den amtierenden Meistern, den Füchsen aus Berlin gegenüber. Zwar ist es nicht unbedingt realistisch, auf einen Sieg zu hoffen. Die Leistung in diesem Spiel wird aber genau zeigen, ob die Anpassungen von Coach Kaufmann von Erfolg gekrönt sind.