Zahlreiche Nachwuchshandwerker wurden am Mittwoch, 3. Dezember, für ihre herausragenden Leistungen in der Deutschen Meisterschaft im Handwerk ausgezeichnet – drei von ihnen waren sogar auf Bundesebene erfolgreich.
Auch in diesem Jahr konkurrierten die Absolventinnen und Absolventen der Berufsausbildungen aus über 130 verschiedenen Gewerken um die Spitzenplätze bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk (DMH), den „German Craft Skills“. Insgesamt 55 Kammer-, Landes- und Bundessieger wurden von Ralf Rothenburger, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken und Ralf Schnörr, Hauptgeschäftsführer, für ihre Leistungen ausgezeichnet. »Sie, liebe Preisträgerinnen und Preisträger, verkörpern das Beste, was unser Handwerk zu bieten hat«, betonte Rothenburger in der Siegerehrung. »Mit Ihrem Können, Ihrer Leidenschaft und Ihrem Engagement haben Sie eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass Sie zur absoluten Spitze Ihres Fachs gehören.«
Unter den Kammersiegern schaften es sieben auf die zweiten und dritten Plätze auf Landesebene, sechs erreichten sogar den ersten Platz. Für besondere Aufmerksamkeit sorgten drei Nachwuchshandwerker*innen, die sich auf der Bundesebene durchsetzen konnten: Alisa Karsten aus Satteldorf belegte den zweiten Platz als Schornsteinfegerin. Ausgebildet wurde sie von Joachim Heitzmann in Ilshofen. »Ich war extrem überrascht, am Ende aber einfach nur superstolz und dankbar«, schildert Karsten. Das handwerkliche Arbeiten sei schon immer ihr Traum gewesen, »ich wollte in meinem Beruf mit Menschen in Kontakt treten, insofern fiel mir die Wahl nicht schwer.« Bereits jetzt arbeitet Alisa Karsten fleißig an ihrem nächsten beruflichen Ziel: den Meister.
Als dritte Bundessieger in ihren jeweiligen Fachrichtungen konnten sich Markus Kellermann aus Rot am See und Erald Almeta aus Heilbronn durchsetzen. Markus Kellermann schaffte es für den Ausbildungsbetrieb Gerhard Kellermann in Crailsheim in dem Beruf Metallbauer, Fachrichtung Konstruktionstechnik, auf das Treppchen auf Bundesebene, Erald Almeta für die Friessinger Mühle GmbH in Bad Wimpfen als Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Getreidewirtschaft, Fachrichtung Müllerei. Almeta beschreibt die Prüfung auf Bundesebene: »Ich war von meinem Ausbildungsbetrieb so gut vorbereitet worden, dass ich in der Prüfung keine Probleme hatte.« Trotzdem sei es für ihn nicht selbstverständlich, dass er sich gegen 12 Mitbewerber auf Bundesebene durchsetzen und den dritten Platz belegen konnte.
Neckarsulmer Oberbürgermeister Steffen Hertwig lobte die Sieger: »Sie haben gezeigt, dass Sie die besten sind.« Gerade die modernen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen seien ohne das Handwerk nicht meisterbar, so Hertwig, dessen Sohn nach einem Lehramtstudium seinen Weg ins Handwerk gefunden hatte. »Mein Sohn hat, genau wie Sie bestimmt auch, Spaß an seinem Beruf – und nur so kann man über sich hinauswachsen.« HWK-Präsident Ralf Rothenburger gab den Nachwuchshandwerkern noch einige gute Ratschläge auf den Weg: »Ich möchte Sie ermutigen, weiterhin neugierig und lernwillig zu bleiben.« Auch nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung habe man nicht ausgelernt. Wo das Handwerk sie in Zukunft hinbringe und wie erfolgreich sie dabei sein werden, liege nun in den eigenen Händen. »Ihr Erfolg ist nicht nur Ihr persönlicher Triumph, sondern auch eine Inspiration für alle jungen Menschen in unserer Region«, so Rothenburger.