Im neuen Disgusting Food Museum mitten im Herzen Stuttgarts können Besucher Delikatessen aus aller Welt, erfahren, riechen und probieren. Zu den 80 ausgestellten Lebensmitteln in der Hauptausstellung gehören Frosch-Smoothies aus Peru, Madenkäse aus Sardinien oder die berüchtigt stinkende Frucht Durian aus Thailand.
Essen ist so viel mehr als nur Nahrung. Seltsame Speisen aus exotischen Kulturen haben die Menschheit schon immer fasziniert. Unbekannte Lebensmittel können köstlich sein oder erst mit der Zeit ihren Geschmack entfalten. Während kulturelle Unterschiede Grenzen schaffen, kann Essen alle an einen Tisch bringen. Eine gemeinsame Mahlzeit ist der beste Weg, um Fremde zu Freunden zu machen.
Die evolutionäre Funktion des Ekels besteht darin, uns dabei zu helfen, Krankheiten und unsichere Lebensmittel zu vermeiden. Ekel ist eine der sechs grundlegenden menschlichen Emotionen. Während diese Emotion universell ist, sind es die Lebensmittel nicht. Was für den einen köstlich ist, kann für den anderen widerlich sein. Das Disgusting Food Museum lädt alle Besucher dazu ein, die Welt der Lebensmittel zu erkunden und ihre Vorstellungen davon, was essbar ist und was nicht, zu hinterfragen. Könnte eine Veränderung der Vorstellungen von Ekel dabei helfen, die umweltverträglichen Lebensmittel der Zukunft anzunehmen?
Die neue Ausstellung zeigt 80 der ekligsten Lebensmittel der Welt. Abenteuerlustige Besucher können einige dieser berüchtigten Lebensmittel sogar riechen und probieren. Wer sich traut am stinkendsten Käse der Welt zu riechen, oder Süßigkeiten zu probieren, die mit Metallreinigungschemikalien hergestellt wurden, der ist an der museumseigenen Tastingbar bestens aufgehoben. Hier begibt man sich auf eine aufregende Reise durch die verschiedensten Kostproben aus aller Welt. Die zahlreichen Exponate zeigen aber auch, welchen Schaden der Mensch der tierischen Umwelt durch die Nahrungsmittelproduktion zufügt. Beispiele aus der Ausstellung sind die beliebte wie umstrittene Gänsestopfleber oder in Alkohol eingelegte Schlangen. Kein Tier starb für die Ausstellung, aber sie sterben täglich für unseren Genuss. Das kann man auch ekelhaft finden.
Disgusting Food Museum, Königsstraße 21, Stuttgart, disgustingfood.de
