Die Möglichkeit, ein individuelles Wunschkennzeichen für das eigene Fahrzeug zu wählen, erfreut sich großer Beliebtheit. Ob die eigenen Initialen, ein bedeutsames Datum oder eine besondere Zahlenkombination – ein personalisiertes Kennzeichen verleiht dem Auto eine persönliche Note. Dank der Digitalisierung lässt sich dieser Vorgang heute bequem von zu Hause aus erledigen. Doch vor der Online-Reservierung gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten.
Wie funktioniert die Online-Reservierung?
Die Reservierung eines Wunschkennzeichens über das Internet hat den Behördengang erheblich vereinfacht. Nahezu alle Zulassungsstellen in Deutschland bieten mittlerweile entsprechende Online-Portale an. Der Ablauf ist dabei in der Regel unkompliziert: Nach Auswahl des gewünschten Kennzeichens und Prüfung der Verfügbarkeit kann die Reservierung direkt vorgenommen werden.
Wer beispielsweise ein Wunschkennzeichen in Stuttgart online reservieren möchte, findet auf der Website der Stadt die entsprechende Möglichkeit und kann innerhalb weniger Minuten prüfen, ob die gewünschte Kombination noch frei ist. Die Reservierung ist dabei zeitlich befristet und muss innerhalb einer bestimmten Frist bei der Zulassungsbehörde abgeholt werden.
Welche Regeln gelten für Wunschkennzeichen?
Bei der Zusammenstellung des Wunschkennzeichens sind bestimmte Vorgaben zu beachten. Das Unterscheidungszeichen, also die Buchstaben am Anfang, richtet sich nach dem Zulassungsbezirk und kann nicht frei gewählt werden. Anschließend folgen ein bis zwei Buchstaben sowie eine Zahlenkombination von ein bis vier Ziffern.
Wichtig zu wissen: Bestimmte Kombinationen sind verboten, insbesondere solche mit verfassungsfeindlichem oder anstößigem Hintergrund. Dazu zählen etwa Kürzel, die an die NS-Zeit erinnern. Die Zulassungsstellen haben entsprechende Sperrlisten, die automatisch bei der Online-Reservierung berücksichtigt werden.
Kosten und Gebühren im Überblick
Die Reservierung eines Wunschkennzeichens ist nicht kostenfrei. Je nach Bundesland und Zulassungsstelle fallen Gebühren zwischen 10 und 13 Euro für die Reservierung an. Hinzu kommen die üblichen Kosten für die Zulassungsschilder selbst, die bei der Prägestelle anfallen.
Diese liegen üblicherweise zwischen 20 und 30 Euro für beide Schilder. Wer sein Kennzeichen online reserviert, sollte außerdem beachten, dass die Reservierung nur für einen begrenzten Zeitraum gilt – meist zwischen 60 und 90 Tagen. Wird das Kennzeichen in diesem Zeitraum nicht abgeholt, verfällt die Reservierung und die Gebühr wird nicht erstattet.
Zeitplanung und Fristen beachten
Ein wesentlicher Vorteil der Online-Reservierung liegt in der Zeitersparnis und der Planungssicherheit. Dennoch ist es wichtig, die Fristen genau im Blick zu behalten. Nach der Reservierung muss das Kennzeichen innerhalb der vorgegebenen Frist bei der Zulassungsstelle zugewiesen werden.
Wer beispielsweise ein neues Fahrzeug kauft, sollte die Reservierung nicht zu früh vornehmen, um nicht in Zeitdruck zu geraten. Idealerweise erfolgt die Reservierung erst dann, wenn alle anderen Unterlagen für die Zulassung vollständig vorliegen.
Praktische Tipps für die Reservierung
Bevor Sie die endgültige Reservierung vornehmen, lohnt es sich, verschiedene Kombinationen durchzuspielen. Manchmal ist die erste Wahl bereits vergeben, doch mit leichten Variationen lässt sich oft eine ebenso ansprechende Alternative finden.
Prüfen Sie außerdem vorab, ob Sie alle notwendigen Dokumente für die spätere Zulassung parat haben, damit die reservierte Frist nicht ungenutzt verstreicht. Mit guter Vorbereitung und dem Wissen um die rechtlichen Rahmenbedingungen steht dem personalisierten Kennzeichen nichts mehr im Weg.