Lenya hat ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Evang. Stiftung Lichtenstern gemacht. Ihr Einsatzbereich war der Pferdehof – ein Arbeitsbereich innerhalb der Stiftung. Dort begleitete sie Menschen mit Behinderung bei der täglichen Hofarbeit und sammelte dabei viele wertvolle Erfahrungen.
Wie sah ein typischer Tag während deines FSJ aus? Morgens begrüßten wir die Klientinnen und Klienten und brachten gemeinsam die Pferde auf die Koppel. Danach standen verschiedene Aufgaben wie Einstreuen, Tiere füttern oder Pflanzen gießen an. Dabei habe ich angeleitet, unterstützt und selbst mit angepackt.
Wie hast du die Arbeit mit den Klientinnen und Klienten erlebt? Ich schätze die ungefilterten Emotionen und die Ehrlichkeit sehr. Die Menschen sagen oft direkt, was sie denken und fühlen. Das kann manchmal auch anstrengend sein und viel Kraft kosten. Aber gleichzeitig bekommt man unglaublich viel zurück: Dankbarkeit, Herzlichkeit und viele schöne Begegnungen.
Hat sich durch dein FSJ dein Blick auf Menschen mit Behinderung verändert? Auf jeden Fall. Ich glaube, ich bin durch das FSJ selbst ein Stück bescheidener geworden und freue mich heute mehr über kleine Dinge. Ich habe außerdem gelernt, geduldiger und gelassener zu sein.
Wie geht es für dich nach dem FSJ weiter? Für mich ist durch das FSJ klar geworden, dass ich beruflich in diese Richtung gehen möchte. Deshalb beginne ich im Herbst eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin im Martin-Luther-Haus in Öhringen, ebenfalls in einer Einrichtung der Evang. Stiftung Lichtenstern.
Was würdest du jemandem sagen, der gerade überlegt, ein FSJ zu machen? Mach es! Man sammelt jede Menge Arbeitserfahrung, verdient sein erstes eigenes Geld und bekommt gleichzeitig die Möglichkeit herauszufinden, was einem beruflich liegt. Für mich war das FSJ die perfekte Möglichkeit, mich auszuprobieren und herauszufinden, welchen beruflichen Weg ich gehen möchte.
Evangelische Stiftung Lichtenstern
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